Juni 2021: Unser 100. Mitglied! Ein Meilenstein!

Räss Wildbeeren wird in den Naturschutzverein Dachsen aufgenommen. Beide können voneinander profitieren, sind sich Dieter Baach und Simon Räss einig. 

von JASMINE BEETSCHEN 

Cassisbeeren wurden verladen, Himbeeren in Schachteln gefüllt, und alle zwei Stunden verliess ein Transporter den Hof, um die frisch geernteten Beeren so schnell wie möglich zur Weiter- verarbeitung zu bringen: Auf dem Hof der Familie Räss herrschte letzten Freitag Hochbetrieb. Die Cassisbeeren müssen schleunigst geerntet werden, damit sie keine Wetterschäden davon- tragen. Und auch sonst steht nichts still auf dem Hof. 

Trotz der vielen Arbeit nahm sich Simon Räss Zeit für den Besuch von Dieter Baach, Präsident des Naturschutzvereins Dachsen und Umgebung. Dieser schaute nämlich extra auf dem Hof bei Benken vorbei, um die Firma Räss Wildbeeren nicht nur als 100. Mitglied, sondern gleichzeitig auch als erstes Unternehmen im Verein begrüssen zu dürfen. 

«Ein Meilenstein für uns – und dann auch noch mit einem Bio-Betrieb», betonte Dieter Baach erfreut. Zur Aufnahme schenkte der Verein seinem neuen Mitglied den ersten Jahresbeitrag so- wie eine verzierte Auszeichnung. 

Den Naturschutzverein gibt es bereits seit 1987, in den letzten sieben, acht Jahren verzeichnete der Verein einen Schub an neuen Mitgliedern, erzählte der Präsident stolz. «Mehr und mehr werden die Leute aufmerksamer und möchten sich verstärkt für die Umwelt einsetzen», so der Naturschützer. 

Synergien nutzen und aufbauen 

So auch Simon Räss, der, gemeinsam mit seinem Bruder Christoph, den Bio- Beerenhof vor fünf Jahren aufgebaut hat und seitdem ein enormes Wachstum verzeichnet. «Mittlerweile sind wir der grösste Bio-Beeren-Betrieb in der ganzen Schweiz», erzählte er. Sie seien aber noch immer viel am Lernen, denn ein solches Unternehmen verlange Professionalität. «In unserem Bereich kann man sehr viel ausprobieren, so kommt immer neues Wissen dazu, und man entwickelt sich weiter», so Simon Räss. Es sei wichtiger denn je, die Verbindungen zwischen Landwirtschaft, Vereinen und Mitgliedern zu fördern und einen Austausch zu ermöglichen. «Man kann so viel voneinander profitieren, ob bei gemeinsamen Aktivitäten oder bei der Aufklärungsarbeit.» 

Dem stimmte Dieter Baach zu: «Es gibt so viele Parallelen zwischen unseren Anliegen: die Umwelt schonen und schützen, natürliche Synergien nutzen oder die Biodiversität fördern, um nur einige zu nennen.» Hier Brücken zu schlagen sei daher optimal und biete eine stabile Basis für viele zukünftige gemeinsame Projekte.